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Beleihungswert – Immobilien-Lexikon | Affelski Immobilienmanagement
Bewertung & Gutachten

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der langfristig nachhaltige Wert einer Immobilie, den Banken als Basis für die Kreditvergabe verwenden. Er liegt in der Regel 10–30 % unter dem Verkehrswert und soll auch in schwachen Marktphasen gesichert sein.

Ausführliche Erklärung

Der Beleihungswert wird von Kreditinstituten intern ermittelt und dient als Sicherheitsbasis für Immobilienfinanzierungen. Er ist in der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) für Hypothekenpfandbriefbanken geregelt.

Unterschied zum Verkehrswert

Während der Verkehrswert die aktuelle Marktsituation widerspiegelt, ist der Beleihungswert zukunftsorientiert und konservativ. Er soll auch nach einem Markteinbruch noch sicher erzielbar sein.

Beleihungsauslauf

Der Beleihungsauslauf beschreibt das Verhältnis zwischen Darlehensbetrag und Beleihungswert:

  • Bis 60 % → erstklassige Besicherung (Hypothekenpfandbrief)
  • 60–80 % → übliches Wohnbaudarlehen
  • Über 80 % → erhöhte Risikoaufschläge, oft Lebensversicherung als Zusatzsicherheit

Praktische Bedeutung

Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto besser der Zinssatz für den Kreditnehmer. Viele Banken bewilligen den günstigsten Zinssatz erst ab einem Beleihungsauslauf von ≤ 60 %.

Praxisbeispiel

Kaufpreis einer Eigentumswohnung: 350.000 €. Bank ermittelt Beleihungswert: 315.000 €. Eigenkapital: 70.000 € (20 % des Kaufpreises). Darlehensbetrag: 280.000 €. Beleihungsauslauf: 280.000 / 315.000 = 88,9 % → Bank verlangt Risikoaufschlag. Wäre der Beleihungsauslauf 60 % (≙ 189.000 € Darlehen), gäbe es den günstigsten Zinssatz.

Häufige Fragen

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