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Annuitätendarlehen – Immobilien-Lexikon | Affelski Immobilienmanagement
Finanzierung

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Form der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Die monatliche Rate (Annuität) bleibt während der Zinsbindung konstant, während der Zinsanteil sinkt und der Tilgungsanteil steigt.

Ausführliche Erklärung

Beim Annuitätendarlehen zahlt der Kreditnehmer eine gleichbleibende monatliche Rate, die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld – damit auch der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt entsprechend.

Wichtige Parameter

  • Darlehensbetrag: Kaufpreis minus Eigenkapital
  • Sollzinssatz: Vereinbarter Zinssatz pro Jahr
  • Zinsbindung: Zeitraum, für den der Zins fest vereinbart ist (5–20 Jahre)
  • Anfangstilgung: Tilgungsanteil im ersten Jahr (z. B. 2 %)
  • Restschuld nach Zinsbindung: Basis für die Anschlussfinanzierung

Berechnung der Annuität

Jahresrate = Darlehensbetrag × (Zinssatz + Tilgungssatz) / 100

Sondertilgung

Die meisten Banken erlauben jährliche Sondertilgungen von 5–10 % des Ursprungsdarlehens kostenfrei. Das verkürzt die Laufzeit erheblich.

Praxisbeispiel

Darlehensbetrag: 300.000 €, Zinssatz: 3,5 % p.a., Anfangstilgung: 2 %.
- Jahresrate: 300.000 × 5,5 % = 16.500 €
- Monatsrate: 1.375 €
- Im ersten Monat: Zinsen 875 €, Tilgung 500 €
- Im 12. Monat: Zinsen ca. 872 €, Tilgung ca. 503 €
- Restschuld nach 10 Jahren: ca. 244.000 €

Häufige Fragen

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